Samstag, 23. April 2011

Ostern 2011 - Anreise

Viel Zeit für die Insel blieb mir diesmal über Ostern nicht, aber die kurze Woche wollte ich so lang wie möglich dehnen. Und das schon bei der Hinfahrt. Ich hatte wie immer die Nacht vor dem Abflug in meinem Stammhotel in Büchelbeuren gebucht, aber die Anfahrt führte mich jetzt nicht mehr über Frankfurt, sondern über Gießen, Limburg und Koblenz. Und dann ein Stück durch die Eifel. Kurz hinter Cochem fuhr ich auf sehr engen Serpentinen hinunter an die Ufer der Mosel.



Bis Traben-Trabach bummelte ich in gemächlichem Tempo am Südufer des Flusses gegen die abendliche Sonne. War nicht nur ein Vorgeschmack auf erholsame Tage, sondern auch sehr lehrreich. Die gut sichtbaren Auszeichnungen der einzelnen Weinberge weckten Erinnerungen an so manchen leckeren Tropfen!



Wie immer war mein Essen bei Jambo geplant. Ein Rumpsteak sollte es jetzt sein! Und es war sehr lecker - wie immer.

Sonntag, 8. August 2010

Stachel



Von Hahn aus durch stundenlangen Stau dann nach Würzburg. Schwester und Schwager wollten auch übers Wochenende aus dem Schwarzwald kommen. Ein Besuch im traditionsreichen Weinhaus Stachel war natürlich Pflicht! Und im Keller gab es einen wirklich urigen Silvaner zum Verkosten. Wahrlich nichts für Einsteiger! Erdig, wuchtig, kantig. Ganz nach meinem Geschmack. Auch wenn der sommerlich-frische Homburger Kallmuth mir, besser uns auch sehr zum Wohle gereichte...

So hat der Schmerz des Abschiednehmens wenigstens etwas Trost und Linderung erfahren. Übrigens, Angela: schönen Gruß auch an dich! Also von den netten Menschen, die den Gast hier so wunderbar verwöhnen!

P.S.: Im Weinhaus Stachel verabredeten sich die Bauernkrieger und der damalige Bürgermeister und Bildschnitzer Tilman Riemenschneider. Der Morgenstern wird im Fränkischen sehr bildhaft "Stachel" genannt, und wurde zum Wahrzeichen des traditionsreichen Feinschmeckerlokals.

Abflug!



Es hat ja inzwischen Tradition, dass Angela und ich, bevor sie mich zum Flughafen bringt, zu Mittag in meinem Lieblings-Fischrestaurant schmausen. Brauche das als nachhaltige sensorische Erinnerungshilfe. Kann dann später über die Speisenfolge auch andere Dinge erinnern. Konditionierung, oder so ähnlich...



Zum ersten Mal hatte ich eine Moräne auf dem Teller! Und Biggi sicher auch? Gräten gab es zuhauf, aber der Geschmack war einmalig und mit nichts zu vergleichen. Superlecker! Aber anstrengend zu essen.



Da hatte es Angela deutlich einfacher mit ihren frisch bereiteten Calamares! Fingerfood passt da ganz vorzüglich als Kategorie.



An den kleinen Fischchen hat sich später noch Lucie erfreut. Wie auch am Thunfischsteak, das ich mir aus blanker Neugier bestellte und das für uns alle Drei locker als Mittagessen gereicht hätte.

Es war wohl so gut, dass Biggi zusammen mit Verena unbedingt noch einmal dort essen wollten. Und Angela hat sich brav gefügt. Bei den Calamares fiel es ihr vermutlich nicht sooo schwer, oder?

Ach ja! Mein Flieger hatte knapp 5 Stunden Verspätung. Und morgens um 4 ist der Flughafen Hahn ein guter Ort, um einen Blues zu komponieren. Und schade, dass ich mir das restliche Fischsteak nicht eingepackt habe. Mit knurrendem Magen um die Zeit im Hunsrück? Kein Vergnügen. Ein kleiner Lichtblick war das Bier, das mir der Chef vom Advanced Hotel dann hinstellte. "Geht aufs Haus!" Immerhin etwas flüssiger Brot zur kurzen Nacht...

Sonntag, 25. Juli 2010

Für Margit!



Damit Du Dich schon etwas auf die kommenden Wochen vorfreuen kannst, ein wohl bekannter Blick! Wünsche Dir ebenso schöne Wochen auf der Insel, wie ich sie hatte. Gehe langsam wieder in den Steigflug in Richtung Heimat. Leider. Ein paar gemeinsame Tagen wären schön gewesen...

Tierisch



Die Zeit ist mal wieder viel zu schnell vergangen. Das letzte Wochenende. Am Donnerstag fliege ich wieder nach Deutschland. Und so langsam hatte sich Lucie und Agathe wieder an mich gewöhnt...



Ab jetzt noch intensiver jeden Sonnenstrahl und jede Minute genießen! Der nächste Winter kommt bestimmt... Für die beiden Herzchen ja kein Problem, aber für mich vermutlich schon.

Sei's drum. Sind heute abend bei Jeanette und Günther eingeladen. Noch etwas Kurzweil ist angesagt. Und inzwischen schaue ich schon wieder deutlich aufmerksamer auf die deutsche Wetterkarte.

In den letzten Wochen haben wir nicht sehr viel unternommen. Chillen, wie man so schön auf neudeutsch sagt, war uns lieber. Und abends die regelmäßigen 10 Bahnen im Pool und der Gin Tonic (resp. Cava) danach. Deshalb auch so wenige Blogeinträge. Wer will schon Wiederholungen von anderen? Mit sich selbst geht man da schon großzügiger um. Könnte noch ein paar Staffeln meiner Daily Soap ertragen. Ohne Publikum! Agathe und Lucie und Angela ausgenommen...

2:1 in der Haifischbar!



Fast hätte ich den Hinweis übersehen! Aber Angela sei Dank, dass wir nach unserem aufregenden Friseurbesuch bei Ingrid nicht an der Haifischbar vorbei geschlendert sind. Eine Tafel kündigte an:

Heute live: Braunschweig - Dresden!

Klar! Gestern das selbst von Angela belächelte Eröffnungsspiel Offenbach - Saarbrücken. Sorry, Ulrich. Schlechter Auftakt für Deine Mannschaft... Und heute unsere Aaandraccht! Waren schon auf dem Weg zum Mittagessen, aber dann zog mich etwas zurück. Das Spiel konnte ich mir nicht entgehen lassen. Und, kaum an der Theke, die Überraschung. Die Wirtsleute Sabine und Frank kommen auch aus Braunschweig! Und in Nullkommanix hatten wir viele Berührungspunkte gefunden. Auch die Liebe zur echten Eintracht! Auf dem Weg zum gibt es noch mehr eindeutige Hinweise...



Und, was soll ich sagen. Eintracht spielte Klasse, das Bier war schön perlig, und der gebackene Camembert und die Currswurst passten wunderbar dazu.



Also: Haifischbar am alten Hafen in Los Cristianos! Nicht nur für Braunschweiger Fußballfans ein Geheimtipp!

Bier brauen...

... wollte ich schon immer mal lernen! Und der Zufall führte mich mit Jutta und Thomas zusammen, die hier in der Nachbarschaft wohnen und Freunde der ersten Stunde von Angela sind. Mal wieder ein Abendessen auf der Westterrasse? Gerne! Aber dieses Mal musste (durfte?) ich an den Herd!



Ein Älpler-Auflauf wurde es. Passt nicht ganz so ins regionale Ernährungskonzept, aber Paella in Deutschland ja eigentlich auch nicht. Geschmeckt hat es mal wieder, auch wenn der Hunger doch früher gestillt wurde, als erwartet. Ein leckerer Limoncello aus heimischer Produktion war ein netter Verdauungsbegleiter.



Hier das Rezept:

Älpler Brotauflauf

Zutaten (4 P.):
  • 400 Gramm Weiß- oder Halbweißbrot
  • 800 ml Milch
  • 150 Gramm Speck
  • 100 Gramm Schinken
  • 150 Gramm Käse, wenn möglich Emmentaler
  • 2 Eier
  • 200 ml Kaffeerahm
  • Pfeffer, Muskat, wenig Salz
Zubereitung:
  • Brot in Würfel schneiden und mit der heißen Milch übergießen. Etwa 15 Minuten stehen lassen.
  • Speck und Schinken in kleine Stücke schneiden und leicht anbraten.
  • Die Hälfte des eingeweichten Brotes in eine bebutterte Auflaufform füllen.
  • Speck, Schinken und die Hälfte des geraffelten Käses darüber verteilen.
  • Mit dem übrigen Brot zudecken und den restlichen Käse darüber streuen.
  • Die Eier mit dem Kaffeerahm und den Gewürzen verquirlen und über den Auflauf gießen.
  • Im vorgeheizten Ofen bei 220 Grad etwa 40 Minuten backen.
Hatte noch Hackfleisch und Zwiebeln zwischen die Schichte gepackt und mit Knoblauch gewürzt. Kann man aber auch ganz beliebig variieren.

Und am Montag lass ich mir noch mal das Bierbrauen erklären... Schließlich soll Herr Schaser, unser verrenteter Hausmeister, noch eine Beschäftigung aufgetragen bekommen, mit der er seine ruhigen Stunden füllen kann. Und: abfüllen ist was anderes!